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Vertraut ist mir die Legende der heiligen Odilia, die um 660 im Elsass geboren wurde und nach der Überlieferung am 13. Dezember 720 dort auf dem Odilienberg starb, seit meinem einjährigen Aufenthalt als Studentin in Straßburg. Doch welche Beweggründe waren es, die dazu führten, dass ich mich Anfang des 21. Jahrhunderts für ein ganzes Buchprojekt mit der Heiligen aus der Merowingerzeit beschäftige?

Im Jahr 2003 nahm ich erstmals an einer von Ilse K. Müller und Helga Zech im Rahmen des Michael Therapeutikums, Heidelberg, geleiteten Exkursion auf den Odilienberg teil. Diese und einige weitere Exkursionen mit ihnen, die jedes Mal mit zahlreichen Wahrnehmungsübungen vor Ort einhergingen, eröffneten mir einen besonderen Zugang zum Odilienberg und zur heiligen Odilia. Das Thema ließ mich von da an nicht mehr los.

Etwa 2008 begann ich, mich im Zusammenhang mit dem Ort Arlesheim bei Basel, wo ich lebe, intensiver mit der elsässischen Heiligen auseinanderzu- setzen. Ich habe dafür viele Bücher gewälzt, Bibliotheken und Archive aufgesucht und zahlreiche Gespräche mit den verschiedensten Menschen geführt. Ich begab mich auf die Suche nach der heiligen Odilia in der Legende und an den Orten Odilienberg, Niedermünster, Freiburg und Arlesheim. Dabei versuchte ich, ihre Lebensspuren, aber auch ihre Wesenheit und den von ihr initiierten Heilimpuls zu ergründen.

Zarte Andeutungen eines spirituellen Geschehens entdeckte ich in der Odilienlegende. Die schriftlichen Dokumente waren jedoch für mich oft nicht befriedigend, wenn es darum ging, mir ein Bild der Heiligen, Äbtissin, Stifterin und Heilerin zu verschaffen. Mir wurde klar, dass das historische Quellenmaterial in einen größeren geistesgeschichtlichen Zusammenhang gestellt und mit Leben erfüllt werden muss, damit Odilia nicht bloß eine historische Gestalt ohne Bezug zu heute blieb. So habe ich einen experimentellen Weg der persönlichen Spurensuche beschreiten müssen. Das Ergebnis dieser Erkundung ist das vorliegende Buch.

Durch die Beschäftigung mit der heiligen Odilia und den mit ihr verbundenen Orten, dem Odilienberg, Freiburg und Arlesheim, wurde mir immer deutlicher, dass dieses Thema nicht nur von wichtigem historischen und geistesgeschichtlichen Wert ist, den es aufzuarbeiten gilt, sondern auch eine für die Gegenwart Europas entscheidende spirituelle Bedeutung hat.